
Qualitätsmanagement
Qualität ist kein Zufall
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Kinderklinik geben Tag für Tag rund um die Uhr ihr Bestes, um die Kinder und deren Familien so gut wie möglich zu betreuen. Pro Jahr behandeln wir rund 5.000 Patienten auf unseren Stationen und zählen über 30 000 ambulante Patientenkontakte in unseren Spezialambulanzen (Sozialpädiatrisches Zentrum, Notfallambulanz, Spezialambulanzen). Damit zählt unsere Kinderklinik zu den 20 % der größten Kinderkliniken Deutschlands.
Ergebnisse der kontinuierlichen Elternbefragungen bestätigen, dass sich die Mehrzahl der Patienten und Eltern überdurchschnittlich gut in unserem Haus betreut fühlt. Darauf sind wir stolz, und gleichzeitig steigert dies unseren Anspruch, diesen Standard zu erhalten und - wo nötig - zu verbessern.
Was ist für uns umfassendes Qualitätsmanagement?
Qualität bedeutet für uns mehr als die Einhaltung von Standards. Sie ist die Grundlage unseres täglichen Handelns und Ausdruck unserer Verantwortung gegenüber unseren Patienten, ihren Eltern, unseren Mitarbeitern und unseren Kooperationspartnern.
Unser Qualitätsmanagement steht für:
- konsequente Patientenorientierung und höchste Patientensicherheit
- verantwortungsbewusstes, zielorientiertes und zugleich flexibles Handeln
- die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Organisation und Prozesse
- wirtschaftliches und effizientes Arbeiten mit klaren Abläufen
- eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung durch Fehlervermeidung und einen offenen, konstruktiven Umgang mit Fehlern
So schaffen wir Vertrauen, sichern nachhaltige Qualität und entwickeln unsere Leistungen stetig weiter.
Wie setzen wir das um?
Unser Qualitätsmanagement lebt von klaren Strukturen, kontinuierlicher Weiterentwicklung und dem offenen Austausch mit Patienten, Eltern und Mitarbeitenden. Qualität sichern wir unter anderem durch:
- interne Audits sowie unangekündigte Qualitätsvisiten durch interne Auditoren
- regelmäßige Schulungen und Informationen für unsere Mitarbeitenden
- umfassende Personalentwicklung und gezielte Fortbildungsmaßnahmen
- ein strukturiertes Risikomanagement zur Förderung von Sicherheit und Qualität
- kontinuierliche Elternbefragungen im stationären Bereich sowie regelmäßige Befragungen ambulanter Patienten
- ein transparentes Lob- und Beschwerdemanagement als wichtige Grundlage für Verbesserungen
- agiles Projekt- und Prozessmanagement
- externe Audits durch unabhängige Prüfer zur objektiven Qualitätssicherung
- die Teilnahme an landes- und bundesweiten Überwachungs- und Vergleichsuntersuchungen
So stellen wir sicher, dass unsere Leistungen dauerhaft hohen Qualitätsansprüchen entsprechen und kontinuierlich verbessert werden.
Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS)
Die Kinderklinik Dritter Orden Passau erfüllt die gesetzlichen Vorgaben zur Informationssicherheit im Gesundheitswesen.
Krankenhäuser sind verpflichtet, ihre informationstechnischen Systeme und Prozesse umfassend zu schützen – hinsichtlich Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit Grundlage hierfür bilden das IT-Sicherheitsgesetz sowie die NIS2-Richtlinie der Europäischen Union, die in Deutschland im Dezember 2025 in nationales Recht umgesetzt wurde. Ergänzend gilt der branchenspezifische Sicherheitsstandard (B3S), dessen Umsetzung für Kliniken ab 30.000 vollstationäre Patienten pro Jahr seit dem 30. Juni 2019 verbindlich nachzuweisen ist. Obwohl für die Kinderklinik keine formelle Nachweispflicht besteht, wurden auf dieser Basis zahlreiche organisatorische und technische Maßnahmen etabliert sowie regelmäßige interne als auch externe Prüfungen durchgeführt – zuletzt im Jahr 2025 mit durchweg erfreulichen Ergebnissen.
Das Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) wird kontinuierlich weiterentwickelt.
Risikomanagement
Die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter hat höchste Priorität. Deshalb ist ein verantwortungsbewusstes Risikomanagement ein wesentlicher Bestandteil unseres Qualitätsmanagements. Wir verstehen den professionellen Umgang mit Risiken und Chancen als Möglichkeit, die Qualität unserer Leistungen kontinuierlich zu verbessern und unerwünschte Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Ein interdisziplinäres Expertenteam analysiert daher fortlaufend mögliche Risiken, besondere Vorkommnisse und Gefährdungspotenziale. Auf dieser Grundlage werden gezielt Maßnahmen entwickelt und umgesetzt, um die Patientensicherheit weiter zu erhöhen und unsere Prozesse nachhaltig zu optimieren.
CIRS (Critical Incident Reporting System)
Fehler und kritische Ereignisse können in jedem Arbeitsbereich auftreten – auch im Gesundheitswesen. Entscheidend ist ein offener und verantwortungsvoller Umgang mit solchen Situationen. Aus diesem Grund ist das CIRS (Critical Incident Reporting System) ein wichtiger Bestandteil unseres Risikomanagements. Das ursprünglich aus der Luftfahrt stammende Meldesystem ermöglicht es Mitarbeitenden, kritische Vorfälle, Beinahe-Fehler oder sicherheitsrelevante Beobachtungen vertraulich beziehungsweise anonym zu melden. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, systematisch auszuwerten und daraus Verbesserungen abzuleiten.
Auch in unserer Klinik nutzen wir CIRS, um aus Erfahrungen zu lernen und die Sicherheit der uns anvertrauten Patienten kontinuierlich zu erhöhen. Kritische Zwischenfälle im klinischen Versorgungsprozess werden strukturiert erfasst, analysiert und gemeinsam mit benannten Vertrauenspersonen bearbeitet. Auf Grundlage dieser Auswertungen entwickeln wir gezielte Maßnahmen zur Verbesserung unserer Abläufe sowie wirksame Strategien zur Risiko- und Fehlerprävention. So fördern wir eine offene Sicherheitskultur und tragen aktiv zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Behandlungsqualität bei.
Mortalitäts- und Morbiditätskonferenzen
Neben dem CIRS-System gibt es im Rahmen des Risikomanagements ein weiteres Instrument, aus möglichen Fehlern zu lernen: Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen - sogenannte M&M Konferenzen. In diesen speziellen Fallbesprechungen werden Therapieverläufe und mögliche Komplikationen, bei denen ein Optimierungspotenzial zu erwarten wäre, interdisziplinär besprochen und entsprechende Maßnahmen abgeleitet.
Externe Qualitätssicherung in der Versorgung von Früh- und Neugeborenen
Bayerische Neonatalstatistik
Die Kinderklinik Passau nimmt an der Bayerischen Neonatalstatistik teil, um die Versorgungsqualität Früh- und Neugeborener in unserem Haus mit dem hohen bayerischen Durchschnitt zu vergleichen und möglichen Fehlentwicklungen entgegen zu steuern.
NEO-KISS
Zur Erfassung von erworbenen Infektionen Früh- und Neugeborener nimmt die Kinderklinik Dritter Orden Passau an einer bundesweiten systematischen Erfassung dieser Krankheitsfälle teil. Die Umsetzung von NEO-KISS ermöglicht uns den Ursprung der Infektionen besser zu analysieren und somit ggf. Möglichkeiten zur Vermeidung dieser aufzudecken.
Arbeitskreis Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin Ostbayern
Zur externen Qualitätssicherung treffen sich Vertreter der ostbayerischen Neonatologien und pädiatrischen Intensivstationen halbjährlich, um Patienten mit problematischen Krankheitsverläufen zu besprechen und Therapiemöglichkeiten zu diskutieren. Hierdurch verbessern wir fortdauernd die Versorgung unserer kleinen Patienten.
Informationen zur Ergebnisqualität des Perinatalzentrums finden Sie auf der Internetseite www.perinatalzentren.org.
Wir sind für Sie da
![]() |
Sandra EderLeitung Organisationsentwicklung |
- Kontakt
DGQ Auditorin Qualität gemäß EOQ COS 9000:2015/CS 9000:2016
Business Coach (dvct)
Lehrerin für Pflegeberufe
KinderkrankenschwesterTelefon: 0851 / 7205-3171
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