ADHS-Elterntraining
AD(H)S-Kinder, oft auch als Zappelphilip, Träumerchen oder Trotzkopf bezeichnet, stellen eine große Belastung im Familienalltag dar. Betroffene Kinder haben es schwer sich selbst zu steuern, können ausgeprägte und häufige Wutausbrüche zeigen, unruhig und zappelig sein, nicht lange an einer Sache bleiben, lassen sich leicht ablenken oder sind verträumt. Sie fordern viel Energie von ihren Eltern und brauchen oft umfassende Unterstützung beim Lernen.
AD(H)S ist eine neurobiologisch begründete Störung der Informationsverarbeitung. Da die Ausprägung der Problematik je nach Lebensumständen und Erfahrungen variieren kann und AD(H)S-typische Verhaltensweisen beeinflussbar sind, müssen Eltern den Problemen ihrer Kinder nicht hilflos ausgeliefert sein.
Inhalte des AD(H)S-Elterntrainings
- Sie lernen die Ursachen dieser Probleme kennen, die Besonderheiten von AD(H)S-Kindern besser zu verstehen und zu akzeptieren.
- Sie lernen nicht nur die Defizite bei Ihrem Kind, sondern auch seine individuellen Stärken und positiven Eigenschaften besser zu sehen und zu unterstützen und die positive Beziehung zu Ihrem Kind zu stärken.
- Sie lernen klare Regeln und Aufforderungen zu stellen um Ihrem Kind die notwendigen Strukturen zu geben.
- Sie lernen sinnvolle und wirkungsvolle Konsequenzen bei Problemverhalten einzusetzen.
- Sie lernen Ihre Kinder in schwierigen Situationen wie z. B. Hausaufgaben durch positive und negative Verstärkung zu unterstützen und zu motivieren.
- Sie fördern dadurch die soziale Integration und das Selbstwertgefühl Ihres Kindes.
- Sie werden in Ihrem Erziehungsverhalten sicherer und reduzieren eigenen Stress..
Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung können im Rahmen der SPZ-Betreuung, je nach Störungsschwerpunkt, an einer Aufmerksamkeitstherapiegruppe teilnehmen bzw. eine Einzelpsychotherapie oder eine ergotherapeutische Behandlung erhalten.
Das AD(H)S-Elterntraining im SPZ
Das AD(H)S-Elterntraining findet in Gruppen von maximal 20 Eltern (10 Paaren) an insgesamt 6 Terminen in 14-tägigem Rhythmus Vor- oder Spätnachmittags statt. Da die Inhalte aufeinander aufbauen, ist eine regelmäßige Teilnahme unbedingt erforderlich. Das Training basiert auf verhaltenstherapeutischen Elementen. Die Erziehungskompetenzen der Eltern werden gestärkt, um die sozial-emotionale Entwicklung ihrer Kinder zu unterstützen.
Anmeldung
Die Anmeldung zum Elterntraining erfolgt nach Vorstellung des Kindes im SPZ und nach Diagnose einer Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Störung durch den zuständigen Arzt und Psychologen.



