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Schmetterling

Hilfe in schwierigen und herausfordernden Zeiten

Sprechstunde für Regulations- und Interaktionsproblematiken

Unser Regulationsteam bietet Hilfe für Eltern mit Babys und Kleinkindern bei Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen mit besonderen Bedürfnissen.

Alle Babys und Kleinkinder haben immer wieder einmal schwierige Phasen, sind nicht leicht zu verstehen. In unserer Klinik steht ein spezialisiertes Team Eltern in diesen schwierigen und herausfordernden Zeiten zur Seite. Gemeinsam mit den Eltern wird nach Ursachen und Lösungen für das vorhandene Problem gesucht.

Was sind Regulationsstörungen?

Regulationsstörungen können sich in folgenden alters- und entwicklungsphasentypischen kindlichen Symptomen äußern: 

Exzessives Schreien im ersten Lebenshalbjahr

  • Anfallsartige, unstillbare Schrei- und Unruheepisoden in den ersten 6 Lebensmonaten
  • Ohne erkennbaren Grund bei einem ansonsten gesunden Säugling über min.3 Stunden/Tag, mind. 3 x pro Wochen, für mind. 3 Wochen 
  • Beginn meist um die zweite Lebenswoche
  • Zunahme an Intensität und Häufigkeit bis zur ca. sechsten Lebenswoche
  • In der Regel bis zum Ende des dritten Lebensmonats weitgehender Rückgang 

Schlafstörungen

  • Einschlafstörung: Einschlafen nur mit Einschlafhilfe der Eltern und Einschlafdauer im Durchschnitt mehr als 30 Minuten 
  • Durchschlafstörung: Durchschnittlich mehr als 3-maliges nächtliches Aufwachen in mindestens 4 Nächten der Woche verbunden mit der Unfähigkeit, ohne elterliche Hilfen allein wieder einzuschlafen 
  • Nächtliche Aufwachperioden im Durchschnitt länger als 20 Minuten 

Fütterstörung im Säuglings- und Kleinkindalter

  • Die Fütterstörung tritt über einen längeren Zeitraum (> 1 Monat) auf.
  • Die Fütteraktion wird von den Eltern als problematisch empfunden
  • Die Fütterstörung kann, muss aber nicht mit einer Gedeihstörung einhergehen.

Weitere Regulationsprobleme

  • Spielunlust
  • Chronische Unruhe
  • Persistenz und übermäßige Ausprägung von Fremdeln
  • Klammerverhalten
  • Ausgeprägte Ängste, im Entwicklungsverlauf evtl. auch soziale Rückzugstendenz
  • Exzessives Trotzverhalten
  • Aggressiv-oppositionelles Verhalten
  • Freud- und Interesselosigkeit
  • Kummer
  • Depressive Stimmungslage
  • Passivität und Apathie

Diagnostik

  • Ausführliche pädiatrische Diagnostik
  • Interdisziplinäre orofaziale Diagnostik
  • Videoaufnahmen zur Interaktionsanalyse von Fütter-, Wickel- und Spielsituationen
  • Individuelle Beratung

Therapieangebote – nach Leitsymptomen 

  • Bei Interaktions- und Verhaltensproblemen
  • Bei Mund- Ess- und Trink und Fütterproblemen
  • Bei Schlafproblematik
  • Bei muskulärer oder neuromuskulärer Problematik (Manualtherapie/ Osteopathie)

Patienten - Ambulante Betreuung

In der Sprechstunde „Regulationsstörungen“ werden Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren seit 2007 bereut. Eine Vorstellung wird mit einer Überweisung des betreuenden Kinderarztes nach Terminabsprache im SPZ geplant.

Patienten – Stationäre Betreuung

Kleine Patienten (0 -3 Jahre) können mit ihren Eltern geplant stationär aufgenommen werden. In dieser Zeit werden Eltern und Kinder auf Station 2 intensiv durch das Regulationsteam und die Familien- und Gesundheitskrankenpflegerinnen betreut und erhalten täglich Therapie- und Beratungsangebote.

Die weitere Betreuung kann nach gemeinsamer Absprache ambulant im SPZ unserer Klinik oder durch unsere Kooperationspartner erfolgen.

Im Notfall

Eine akute stationäre Aufnahme zur Entlastung ist jederzeit möglich. Dabei steht neben der Entlastung der Eltern die ärztliche Diagnostik im Vordergrund.

Ein Kontakt mit dem Regulationsteam wird hergestellt und mit Ärzten und Eltern gemeinsam entschieden, ob die weitere Betreuung ambulant in der Sprechstunde Regulationsstörungen  oder geplant stationär erfolgen soll.

Notfallnummer: 0851 / 7205-111
Stationäre Aufnahme: 0851 / 7205-301