Im Notfall Schrift minusSchrift normalSchrift plus
Schmetterling
Neuropädiatrie - Kinderklinik Dritter Orden Passau

Spina bifida-Ambulanz

Spina bifida ist eine insgesamt seltene angeborene Fehlbildung des Rückenmarkes und der Wirbelsäule. Bei der seltenen geschlossenen Form beschränkt sich die Fehlbildung auf Rückenmark und Wirbelsäule. Die Patienten zeigen eine Querschnittslähmung, die je nach Ausprägung der Fehlbildung die Füße, die Beine, aber auch den Hüft- und Rumpfbereich mit betreffen kann. Dies wird häufig begleitet von einer Lähmung von Blase und Enddarm. Die möglichen Begleitfehlbildungen im Bereich von Kleinhirn, Hirnstamm und Großhirn führen bei vielen Patienten mit offener Spina bifida zu einer Abflussstörung des Nervenwassers, der die Anlage eines sogenannten „Shunts“ notwendig macht.

Weitere Probleme können Hirnnervenlähmungen mit Atemstörungen, Schluckstörungen, Augenbewegungsstörungen und andere sein. Kinder mit diesen Fehlbildungen haben ein erhöhtes Risiko für eine Epilepsie sowie für die Entwicklung von Teilleistungsstörungen oder Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten bis zur geistigen Behinderung.

Interdisziplinäre Betreuung für eine optimale Behandlung

Die komplexen Probleme machen eine interdisziplinäre Betreuung notwendig. Über das SPZ können die Überwachung, Diagnostik und Beratung bezüglich der neurologischen und internistischen Probleme und Entwicklungsauffälligkeiten, die Hilfsmittelversorgung, orthopädische Betreuung, Shuntkontrollen und notwendige technische Untersuchungen angeboten werden.

Es besteht eine Kooperation mit der Neurochirurgie der Universitätsklinik in Regensburg sowie zur Überwachung der Blasen- und Mastdarmfunktion mit Fr. Dr. Bürst, Neuro-Urologin in Deggendorf. Ein regelmäßiger fachlicher Austausch mit diesen Einrichtungen und anderer Spina bifida-Ambulanzen Bayerns auch mit der Möglichkeit der Patientenbesprechung erfolgt über den „Qualitätszirkel Spina bifida“, dem unser SPZ angehört.