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Schmetterling
Neuropädiatrie - Kinderklinik Dritter Orden Passau

Infantile Zerebralparese

Der Begriff „infantile Zerebralparese“ fasst alle Schädigungen des unreifen, kindlichen Gehirnes (von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr) zusammen, die zu einer Störung der motorischen Fähigkeiten führen.

Die Kinder zeigen eine verzögerte motorische Entwicklung und ein unterschiedliches Ausmaß an Bewegungsstörungen und Lähmungen. Häufigste Form ist die spastische Lähmung. Je nach Ausmaß der Schädigung können weitere Einschränkungen bestehen – im Sehen, Hören, Sprachentwicklung, Kauen und Schlucken sowie der geistigen Entwicklung. Bis zu 50 % der Kinder entwickeln eine Epilepsie.

Deshalb ist eine umfassende Betreuung notwendig, die neurologische (Behandlung von Spastik, Fördermaßnahmen, Heilmitteltherapie, Epilepsiebehandlung, Hilfsmittelversorgung), internistische (Ernährung, Atmung), orthopädische (Gelenkfehlstellung, Kontrakturen, Skoliose) und sozialpädiatrische Aspekte (Teilhabe, Ressourcen der Familie, Krankheitsverarbeitung) nach Bedarf beinhaltet.