Neurofeedback
Neurofeedback ist eine evidenzbasierte Methode der Verhaltenstherapie, die insbesondere bei Aufmerksamkeitsstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen, Epilepsie, Schlafstörungen, Ticstörungen und einigen weiteren Störungsbildern zum Einsatz kommt. Dabei lernt der Trainierende seine Gehirnaktivität aktiv zu beeinflussen und Selbstregulationsfähigkeiten zu erwerben.
Patientengruppen
Neurofeedback ist vor allem für Jugendliche und Kinder ab 10 Jahren geeignet. Die Indikation zur Therapie mit Neurofeedback erfolgt nach ausführlicher medizinischer und psychologischer Diagnostik und kann als ein Baustein einer multimodalen Therapie (bzw. als Selbstzahlerleistung) zum Einsatz kommen.
Wie funktioniert Neurofeedback?
Dem Patienten werden Elektroden angelegt, welche die Gehirnströme (EEG) messen. Die Sensoren sind mit einem speziellen Computer verbunden, der die gemessenen Gehirnströme altersgerecht auf einem Trainingsbildschirm rückmeldet. Je nach Gehirnaktivität wird z.B. eine Filmsequenz kurzfristig angehalten, dadurch lernt das Kind Einfluss auf die Gehirnaktivität zu nehmen und erwirbt Selbstregulationsfähigkeiten. Die Methode ist schmerzfrei und hat in der Regel keine Nebenwirkungen. Zusätzlich kommen je nach individueller Situation weitere verhaltenstherapeutische Elemente, wie Elternberatung, Selbstinstruktionstechniken, Vermittlung von Strategien zur Lernorganisation etc. zum Einsatz.
Rahmenbedingungen:
- Nach einem Vorgespräch trainiert Ihr Kind 15x im wöchentlichen Abstand. Eine Trainingseinheit dauert ca. 50 Minuten.
- In einem Zwischengespräch werden die bisherigen Beobachtungen besprochen und Empfehlungen für zu Hause gegeben.
- Nach einer Trainingspause von 2-4 Monaten erfolgen erneut 10 Trainingseinheiten im wöchentlichen Abstand.
- Zum Abschluss werden die Veränderungen im Rahmen einer psychologischen und ärztlichen Verlaufskontrolle erfasst und ggf. weitergehende Behandlungsvorschläge unterbreitet.
- Voraussetzung für ambulantes Neurofeedback ist ein Überweisungsschein pro Quartal von Ihrer Kinderärztin bzw. Ihrem Kinderarzt, die/der regelmäßig über den Behandlungsfortschritt informiert wird.



